Sieben Jahre Christoher Street Day

Seit dem Jahr 2000 gehe ich zum Christopher Street Day um für Gleichberechtigung und Toleranz zu demonstrieren.

Auch dieses Jahr werde ich als bunter Paradiesvogel meine Heimatstadt schmücken.

Auch wenn ich schon in den Dreißigern bin freue ich mich.....
Ich tanze einfach los.....

Heutzutage ist es nichts mehr Ungewöhnliches wenn ich mit meinen Kostümen raus gehe. Es ist ein Teil von mir und ja ich stifte Verwirrung. Aber ich möchte mich nicht verstecken und ich habe in den sieben Jahren viel gesehen rund um das Ereignis.

Ich erinnere mich gerne zurück als ich damals im Jahre 2000 ängstlich in die Großstadt fuhr. Dann öffnete ich mich und breitete meine Flügel aus und ich konnte den Hass was mir noch immer wieder fährt ausblenden. Ich fand mich selbst und das bunte Treiben ließ mich nicht mehr los.....

Noch immer ist in vielen Teilen der Welt Homo- und Transphobie sehr weit verbreitet. Es werden schwule Männer verfolgt, nur weil sie schwul sind. Menschen mit transidentischen Hintergrund werden nicht ernst genommen und verachtet.

Fast in jeder Schule ist Schwuchtel und Transe ein Standardwort. Aufklärung wird noch zu wenig vollzogen da sich manche Menschen und Eltern Homosexualität und Transidetität als Pervers empfinden.

Das Traurige um noch einen drauf zu setzen, dass die Kirche die von Liebe und Miteinander predigt genau das Gegenteil umsetzt. Das sie hetzt und Menschen foltern will nur weil sie nicht in ihren Weltbild hineinpassen.

Leider müssen wir auch zusehen, dass sich manche Politiker nicht für Menschlichkeit einsetzen und eher Schweigen statt zu handeln. Auch die Ehe für alle, die noch nicht gleichgestellt ist.

Was ist auch daran schlimm wenn gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben. Sie können ebenso Liebe und Fürsorge geben wie heterosexuelle Paare.
Auch das Küssen auf der Straße zwei Männer / zwei Frauen das ist nicht widerlich sondern es ist Liebe wie bei Mann und Frau... 

Ich schäme mich das besonders zwei Parteien sich weigern. Sie sollen endlich einmal ihre verstaubten Ansichten bezüglich Gleichberechtigung und Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren sowie anderen Lebensweisen generell verlieren.

Diesen Hass muss endlich aufhören ich setze mit meinen schimmernden Kostümen ein Zeichen. Nicht um zu provozieren, sondern weil dieses Schwarz- Weiß Denken veraltet ist und kein Platz mehr in der Gesellschaft hat.

Ich bin selber Opfer von Diskriminierung und Ausgrenzung geworden. Musste aus meiner damaligen Heimatstadt weg, weil ich Morddrohungen erhalten habe.

Ich wünsche mir eine offene Gesellschaft, die sich nicht verstecken muss. Bei jedem Schritt, bei jeden Tanzen auf der CSD - Parade denke ich auch an die Menschen die es nicht können weil sie verfolgt und gefoltert werden nur weil ihre Seelen so leben möchten.

Wir Menschen sind unterschiedlich und jeder gestaltet sein Leben und das sollte nicht verwehrt werden..... Jede Gewalttat, jede Diskriminierung, ist schädlich für unsere Gesellschaft. Sie schnürt Hass und Angst. Das muss aufhören.

Aufeinander zugehen, nicht wegschauen.

Danke das ihr diesen Blog gerade liest......











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