Wir sind keine Faschingsclowns

Meine Lieben,

Gestern wurde ich wieder daran erinnert wie schwer es heutzutage noch ist, als Transidente Person zu leben.

Ich wurde nicht selbst angegriffen, doch ich habe in meiner Vergangenheit viel einstecken müssen. In einer meiner beliebten Serie wird das Thema Transident und Gewalt realistisch auf den Punkt gebracht. Sobald ausstehende Person erkennen, das ist in ihren Augen nicht echt, endet es meistens mit Diskriminierung und Gewalt. Das wir immer noch als Zielscheibe missbraucht werden.

Ich selbst wurde als Faschingsclown bezeichnet. Es wäre alles eine Verkleidung. Das große Problem ist in der Gesellschaft, dass wir mit Travestie und Transvestitismus verwechselt werden. Dennoch sind auch Transvestiten oder Travestiekünstler keine schlechten Menschen. Da ist die Verkleidung verbreitet. Bei der Lebensweise Transidentität jedoch nicht.

Ich schreibe es und vielleicht wiederhole ich mich. Transidente Person wollen nicht provozieren sie wollen leben. Nur leben wie alle Menschen auch. Die Gewalt auch an homosexuellen Menschen nimmt zu, und da frage ich mich, sind wir Objekte die den Frust anderer auffangen? Das wir uns noch immer rechtfertigen müssen was wir sind, ist nicht mehr zu ertragen.

Es steckt viel Kraft und Mut sich zu bekennen sich selbst zu sein. Mein Leben war isoliert, denn ein ganz normales Teilhaben war mir nicht gegeben. Immer wurde ich daran erinnert eine Transe zu sein. Da wurde mehr Bedeutung beigewohnt als die Anja selbst. Das finde ich traurig, aber ich habe noch Hoffnung das man mich als Anja akzeptiert.

Auch einen Partner zu finden war in meiner Situation sehr schwierig. Denn einfach jemanden ansprechen das ging nicht. Denn irgendwann müsste ich mich doch outen. Sobald ich es gemacht habe wurde ich von sehr lästigen und perversen Fragen bombardiert. Bis auf eine Person bevor ich meinen Lebensgefährten kennen lernte war ich ein Spielball. Ich habe Liebe empfunden wollte sie auch geben, aber ich bekam eher den Hass zu spüren.

Doch jetzt bin ich glücklich mit meinen Lebensgefährten zusammen. Er sah die Anja und nicht das "Trans" Er sah einen Menschen und keine Zielscheibe. Das bedeutet mir viel. Ebenso auch meine Menschen die mir nahe stehen. Meine Mutter die sagte:"Du bist mein Kind!"

Dennoch möchte ich Mut machen nicht aufzugeben. Das gilt nicht nur für transidente Menschen.

Die Würde anderer zu rauben mit Gewalt und Hass ist nicht akzeptabel.

Eure Silvanja

 Ich habe damals einen Blog geschrieben http://silvanjasschatzkiste.blogspot.de/2017/03/als-mensch-sehen.html

Wenn ihr wollt schaut einfach rein....



 






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